LASS DEN SOMMER NIE WIEDER KOMMEN erhält den Grand Prix beim FID MARSEILLE

Let-the-summer-never-come-again-still-1LASS DEN SOMMER NIE WIEDER KOMMEN ist überwältigendes Kino. Ein Film-flow, der nach Georgien, in die Heimat von Regisseur Alexandre Koberidze, führt. Ein junger Mann, eine Audition für eine traditionelle Tanzkompanie, ein geplatztes Treffen. Atempause. Not und Geldnot, Machenschaften. Eine Liebe. Ein Abschied. Die Geschichte des Landes.

LASS DEN SOMMER NIE WIEDER KOMMEN ist ein impressionistisches Kinoereignis und eine Verbeugung des digitalen Zeitalters vor dem Stummfilm. Der Film zielt auf die Essenz des Erzählens, des Bildes, des Kinos. Gefilmt wurde in geringer Auflösung, die Farben und Formen verflüssigen sich zu unbegrenzten Kraftfeldern. Das Drama entwickelt sich allein durch Blicke, Gesten und die Mittel, die nur dem Kino zu eigen sind. Ein nicht abbrechender Bilderstrom, in dem sich die Fiktion durch die aufgesammelten dokumentarischen Bilder ernährt.

LASS DEN SOMMER NIE WIEDER KOMMEN erhielt jetzt auf dem Festival du Cinéma FID Marseille den Grand Prix für den besten Film des internationalen Wettbewerbs und den Prix Premier für das beste Filmdebüt.
Am 11. Oktober 2017 ist er als Abschlussfilm von UNDERDOX in München zu sehen!

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Miranda Pennell: Schlag auf Schlag

Jürgen Moises heute, 7.6., in der Süddeutschen Zeitung über den bevorstehenden Besuch von Miranda Pennell und dem körperlichen Einsatz in ihren Filmen:
„Aus unzähligen Martial-Arts-Filmen weiß man, dass der Faustkampf eine Kunst und als eine spezielle Form der Choreografie dem Tanz sehr nahe stehen kann. Das gilt ähnlich für die Kneipenschlägerei als filmischer Standardsituation, wie sie etwa in Bud-Spencer-Filmen oder im Kurzfilm FISTICUFFS von Miranda Pennell zelebriert wird. Dort hat sie vor allem einen komischen Effekt, der in Pennells FISTICUFFS dadurch entsteht, dass die Schlägerei in zahlreichen Varianten wiederholt wird. Die eine entsteht grundlos, die andere, weil ein Glas Bier verschüttet wird, die nächste, weil ein Mann eine Frau aus Versehen gegen eine Jalousie schubst und so weiter, bis sich ein veritables Kneipenschlägerei-Ballett daraus entwickelt.“

Filmlecture mit Miranda Pennell am Donnerstag, 8.6. um 19 Uhr im Filmmuseum München. Eintritt: 5 / 4 Euro
Am Donnerstag hält Miranda Pennell außerdem um 11 Uhr eine Performance Lecture in der HFF, Rotes Kino. Der Eintritt ist frei.
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Aufruf zur Einreichung!

VIDEODOX-Förderpreis in Höhe von 1000 € zu gewinnenvideodox_2014

Einreichungsschluss: 1. Juni 2017
Ausstellungstermin: 4. bis 8. Oktober 2017 (Finissage mit Preisverleihung)

VIDEODOX, die Biennale für Videokunst, präsentiert in Zusammenarbeit mit dem Berufsverband Bildender Künstler München und Oberbayern e. V. zum zweiten Mal eine kuratierte Auswahl von eingereichten Arbeiten, die um den VIDEODOX-Förderpreis 2017 in Höhe von 1000 € konkurrieren, gestiftet von Peider A. Defilla, B.O.A. Videokunst München.
Präsentationsort ist die Galerie der Künstler, Maximilianstraße 42, 80538 München.
Galerien, Hochschulen und Institutionen sowie alle KünstlerInnen aus Bayern sind aufgerufen, ab sofort ihre Arbeiten einzureichen. Mehr…
Details zur Einreichung finden Sie hier.

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Miranda Pennell: MAGNETIC NORTH

Passend zur Jahreszeit: Miranda Pennells wunderschöner Schlittschuh- und Jugendzimmer-Film MAGNETIC NORTH (2003).

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UNDERDOX halbzeit: MIRANDA PENNELL

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Vorschau auf die nächste UNDERDOX halbzeit im Juni: Wir präsentieren das filmische Werk der britischen Künstlerin, Choreographin und Anthropologin Miranda Pennell.
Miranda Pennell ist zu Gast und stellt ihre Arbeiten in einer Film Lecture vor. donnerstag 8. juni 19 uhr filmmuseum münchen

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Zitternde Himmel – UNDERDOX im Feuilleton der Süddeutschen Zeitung

SZ vom 6.10.2016 (ganzen Artikel lesen)Lewis-Klahr---Sixty-Six-3_cropped

Antike Götter in Los Angeles: Mit Lewis Klahrs poetischem „Sixty Six“ startet das elfte Underdox-Filmfestival in München. Kino-Alchimie!

Von Fritz Göttler

 
Eine Rückkehr ins Silberne Zeitalter verspricht das diesjährige Underdox-Festival, das von diesem Donnerstag an in München stattfindet (Werkstattkino, Filmmuseum, Neues Maxim, Theatiner). Ins Zeitalter von Silbernitrat und Silver Screen, eine Kino-Alchimie, wie man sie aus den Jahren vor der digitalen Wende kennt und liebt. „The Silver Age“ heißt eins der zwölf Kapitel im Eröffnungsfilm „Sixty Six“ vom Animationskünstler Lewis Klahr (erst 16mm, später dann Computer): Zwölf Monate in der Traumstadt Los Angeles, im Jahr 1966, in zwölf Kapiteln, die so dicht sind wie die achtzehn bei James Joyce, als er seinen Helden Leopold Bloom an einem Tag durch Dublin schickte. (…)

Dass einem erst mal Sehen und Hören vergehen sollte, damit man den Blick frei kriegt für kühne und beflügelte Gedanken, das ist die Lektion, die das Underdox-Filmfestival von Dunja Bialas und Bernd Brehmer uns lehrt. Bei der elften Auflage wartet es mit einem Hardboiled-Programm zwischen Dokumentation und Experiment auf.  (…)

Das Kino gibt in diesen Underdox-Tagen das Erzählen auf, es wird Performance, die alle Sinne fordert und keine Risiken scheut. „UFE/Unfilmevenement“ heißt eine Produktion von César Vayssié, da lässt er junge Menschen ihre Körper erproben, spielerisch ernst, wie man es von Jacques Rivette kennt, keine Tanzprofis, sondern Amateure, die manchmal einiges einstecken müssen. Am besten, hat Lewis Klahr gesagt, bin ich, wenn ich eine Regel breche, die ich mir selbst gesetzt habe. Auch die Underdox-Leute sind am besten, wenn sie so vorgehen.

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Literatur & Film: L’ACCADEMIA DELLE MUSE (THE ACADEMY OF MUSES)

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L’ACCADEMIA DELLE MUSE sonntag 9.10. 11 uhr theatiner filmkunst

Der katalanische Regissuer José Luis Guerín hat einen zutiefst romanistischen Film gemacht: der (reale!) Professor für Literatur Rafaelle Pinto kommt an die Universität von Barcelona und möchte dort nach Dantes Vorbild die Tradition der Musen wiederbeleben. Während die Studentinnen noch um seine Gunst buhlen, ist er bereits deren Muse geworden. Und die Ehefrau ist not amused. Ein hochgradig amüsantes & dekonstruktives Gedankenspiel, abgebildet in Bildern der Uneindeutigkeit, das den Spagat zwischen Trivialität und Erhabenheit nicht scheut.

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Tanz & Film: UFE [UNFILMEVENEMENT] [AFILMEVENT]

ufe-f19UFE [UNFILMEVENEMENT] sonntag 15 uhr werkstattkino
zu gast: Regisseur César Vayssié und Holger Dreissig

Kaum ein Regisseur hat so eng mit Choreographen, Tänzern und Performern zusammengearbeitet wie César Vayssié, ohne dabei vordergründig einen Tanzfilm zu erstellen. Viel allgemeiner: In UFE wie sein Film kurz heißt („Ein Film Ereignis“) erprobt und inszeniert Vayssié die Freiheit der Kreation und der Gesellschaft überhaupt. Der Plot ist wie eine Mischung aus Hans Weingartners DIE FETTEN JAHRE SIND VORBEI und Rainer Knepperges & Christian Mraseks DIE QUEREINSTEIGERINNEN. Nur wird diesmal der Direktor eines TV-Senders entführt.

Vayssiés Film ist außerdem eine Hommage an die Filme Godards, die die kinematographische Sprache befreiten und eine Verbeugung vor den Situationisten, auch wenn sie am Ende scheitern (müssen). Ein wahres Filmereignis!

 


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Länderfokus 2016: Trans-Atlantik

Québec: Die Experimentalfilmszene aus Montréal
Do-So 6.-9.10. Filmmuseum München, Werkstattkino

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Kaum eine Experimentalfilmszene ist so groß, vielfältig und lebendig wie die Szene aus Québec. Ihr Epizentrum liegt in Montréal und heißt Double Negative Collective.

Seit 2004 bringt das „Collective“ den Kurz-Experimentalfilm in analogen und digitalen Werken in die Museen und auf die Festivals weltweit. 2014 realisierte Félix Dufour-Laperrière seinen ersten Langfilm TRANSATLANTIQUE, Charles-André Coderre hat soeben seinen abendfüllenden Spielfilm DESERTS in Montréal uraufgeführt.

Die Verbindung zur Independent- und experimentellen Musikszene macht die Filme der Québecer so hypnotisch wie vital. HISS TRACTS, Bob Lachapelle, Jerusalem in My Heart (10.11.2016 in München im Import Export), The Cyrillic Typewriter oder Ambient-Musiker David Bryant betten die Filme auf tragende Soundscapes.

UNDERDOX stellt die wichtigsten Filmemacherinnen und Filmemacher aus Québec vor:
Do 6.10. 19:00 Uhr Filmmuseum München
Weltpremiere von Charles-André Coderres GRANULAR FILM – BEIRUT (zusammen mit Lewis Klahr: SIXTY SIX), Festivaleröffnung mit anschließendem Empfang
Fr 7.10. 18:30 Uhr Filmmuseum München
QUEBEC experimental: Experimentalfilme im Sog der Musik
Filme u.a. von Charles-André Coderre, Karl Lemieux, Alexandre Larose, Daïchi Saïto
Sa 8.10. 21:00 Uhr Filmmuseum München
QUEBEC transzendental: dokumentarische und fiktionale Kurzfilme heben ab in experimentelle Sphären
Filme u.a. von Denis Côté, Gu Tao, Eduardo Menz und 2 Weltpremieren von Nelly-Eve Rajotte
So 9.10. 22:30 Uhr Werkstattkino
Félix Dufour-Laperrière – TRANSATLANTIQUE (2014): der erste Langfilm aus dem Double Negative Collective

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UNDERDOX-Trailer 2016: mit Speed in die Kurven

Ein Trailer aus der UNDERDOX-Schmiede. Ein Rennen auf der legendären Speedway-Bahn in Olching bei München, gefilmt von Bernhard Koch auf Super-8, geschnitten von Dunja Bialas. DeeDee Wallauer hat uns das Material in digitaler Form zukommen lassen: es ist Bestandteil seines Films mit dem schönen Titel SPEED, MUD & GLORY. Die Tonspur stammt aus LA BÊTE LUMINEUSE (1982) des Québecer Dokumentarfilmers Pierre Perrault und nimmt Bezug auf unser diesjähriges Thema Trans-Atlantik – QUEBEC. Hier die Übersetzung ins Englische, die wir den Untertiteln entnommen haben:

What does it mean to kill a moose?
You study him
You track him
Get close to him
And then
You shoot him.

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